Modul 4: Wege von Kindern und jungen Erwachsenen, ihr Trans*Sein zu kommunizieren

»Wege von Kindern und jungen Erwachsenen, ihr Trans*Sein zu kommunizieren – Unterschiede zwischen Trans*jungen und Trans*mädchen« 
Was bringt junge Menschen dazu, mit dem ihnen nahestehenden Umfeld über ihre Transiden-tität zu sprechen oder ihr Empfinden über Handlungen implizit anzudeuten? Wie gehen sie vor, um ihr soziales Umfeld für ihr »Anders-Sein« zu sensibilisieren? Wann treten sie überhaupt nach außen? Wen ziehen sie am ehesten ins Vertrauen und wie reagieren diese Menschen? Gibt es hierbei überhaupt Unterschiede zwischen den Lebenswegen transidenter Jungen und Mäd-chen? Reagieren beispielsweise Eltern von Trans*mädchen, die feststellen, dass ihr »kleiner Junge« heimlich die Sachen der Schwester anzieht negativer, als Eltern von Trans*jungen, die damit konfrontiert sind, dass dieser sich deutlich maskuliner verhält, als andere Mädchen in diesem Alter? 
Solcherlei Fragen geht eine Studie nach, die der Referent an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg anfertigte. Grundtenor dieser Studie war es, Ursachenforschung für den im Lebensverlauf von Transfrauen – im Vergleich zu Transmännern – durchschnittlich um zehn Jahre verzögerten Beginn geschlechtsangleichender Maßnahmen zu betreiben. 
Gemeinsam mit dem anwesenden Auditorium sollen, mit Hilfe veranschaulichender Beispielse-quenzen aus den 270 inhaltsanalytisch ausgewerteten Lebensberichten, die Ergebnisse dieser Studie besprochen und diskutiert werden.
 
Referent: Dipl.-Soz. Alexander Naß